Terrassenüberdachung Entwässerung – Rinne, Gefälle, Fallrohr

Wie Regenwasser vom Terrassendach in Flensburg sicher abläuft: Gefälle, Rinne, Fallrohr und Versickerung.

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Terrassenüberdachung Entwässerung ✓ Regenrinne, Gefälle & Fallrohr richtig planen | Dichte Terrassendächer für Flensburg, Mürwik, Weiche & die Förde

Redaktion Terrassenüberdachung Flensburg · Inhaltlich geprüft · Zuletzt aktualisiert: 23.10.2026

Ein dichtes Terrassendach braucht mindestens 5° Gefälle, eine ausreichend große Rinne und ein Fallrohr mit geklärtem Anschluss. In Flensburg fällt Regen an rund 243 Tagen im Jahr, hinzu kommen Sturm aus der Förde und Schnee nach Zone 2 – die Entwässerung ist also Daueraufgabe, kein Detail am Rand.

Dach mit sauberer Entwässerung planen

Maße eingeben, Richtpreis erhalten – Rinne und Fallrohr planen wir mit ein.

Entwässerung der Terrassenüberdachung: das Prinzip

Regen trifft die Eindeckung, läuft entlang der Neigung ab und sammelt sich in der Rinne an der tiefsten Kante. Von dort geht es durch das Fallrohr nach unten und weiter in die Leitung oder Versickerung. Jedes Glied dieser Kette muss funktionieren, sonst staut sich das Wasser.

Alle Teile greifen ineinander: Eine gute Rinne hilft nicht, wenn das Gefälle fehlt, und ein starkes Gefälle nützt nichts, wenn das Fallrohr zu eng ist.

Montage einer Terrassenüberdachung mit Rinne und Fallrohr in Flensburg

Rinne und Fallrohr werden bei der Montage gleich mit angeschlossen – nachträglich ist es aufwendiger.

Gefälle: warum 5° die Untergrenze sind

Stegplatten brauchen laut Systemgebern in der Regel mindestens 5° Neigung, damit Regen abläuft und Kondensat abtrocknen kann. Bei Glasdächern sind 5–15° üblich. Quelle: Bundesverband Wintergarten, Häufige Fragen.

Flacher als das Minimum zu bauen, rächt sich: Es bleiben Pfützen, Schmutzränder und Algen. Die Neigung ergibt sich aus Ansatzhöhe an der Wand, Tiefe des Dachs und Höhe der Pfosten. Wir rechnen das im Aufmaß durch, bevor wir ein System festlegen.

Regenrinne: integriert oder aufgesetzt

  • Integrierte Rinne: Teil des Randprofils, optisch ruhig und bei Alu-Systemen Standard.
  • Aufgesetzte Rinne: Eine Möglichkeit bei Holzkonstruktionen und Nachrüstungen.
  • Rinnenquerschnitt: Muss zur Dachfläche passen; je größer das Dach, desto wichtiger.
  • Laubschutz: Ein Gitter hält groben Schmutz zurück, ersetzt aber keine Kontrolle.

Fallrohr: sichtbar oder im Pfosten

Je nach System läuft das Fallrohr außen am Pfosten oder verdeckt in ihm. Die verdeckte Lösung wirkt aufgeräumter und schützt vor Anstoß. Sie braucht jedoch einen passenden Fußpunkt und einen Anschluss, der bei der Gründung vorbereitet wurde.

Wichtig zu wissen: Soll das Fallrohr im Pfosten verschwinden, muss der Anschluss im Boden bereits bei den Fundamentarbeiten stehen. Nachträgliches Aufstemmen kostet Zeit und Pflaster.

Ableitung und Versickerung: wohin mit dem Wasser

Das Dach entwässert in eine Rinne; den Anschluss an die Grundstücksentwässerung oder eine Versickerung legen wir bei der Planung fest. Was zulässig ist, hängt von Boden, Grundstück und örtlichen Vorgaben ab. Auf dem durchlässigen Geestboden im Umland ist Versickerung eher möglich als auf lehmigem Moränenboden oder in dicht bebauten Lagen.

In der Altstadt, Neustadt oder Jürgensby ist das Grundstück oft so klein, dass nur der Kanalanschluss bleibt. Wer dort baut, sollte früh bei der Stadt anfragen.

Mehr Technik: so rechnen wir die Wassermenge ein

Dachfläche, Regenintensität und Querschnitt

Rinnen und Fallrohre müssen bei Starkregen die Menge aufnehmen, die auf das Dach trifft. Je größer die Fläche, desto mehr Querschnitt ist nötig, gegebenenfalls mit zwei Fallrohren.

Bei großen Dächern, etwa über Terrasse und Stellplatz, verteilen wir die Last auf mehrere Ablaufpunkte. So bleibt der Ablauf auch dann frei, wenn ein Rohr einmal verstopft. Mehr dazu im Beitrag zur Kombi mit Stellplatz.

Regen, Wind und Schnee in Flensburg

Laut Deutschem Wetterdienst fallen in Flensburg im Mittel 1961–1990 rund 919 mm Regen an 243 Tagen im Jahr. Das ist eine hohe Dauerbelastung, die Rinnen und Dichtungen täglich fordert.

Die Windzone 3 und die Schneelastzone 2 mit Nachweis fürs Norddeutsche Tiefland (VV TB Schleswig-Holstein, Anlage A 1.2.1) wirken indirekt mit: Wind drückt Regen seitlich unter Ränder, Schnee und Tauwasser beanspruchen Rinne und Fallrohr bei Frost. Wer dagegen planen will, schaut auf Randabschlüsse und frostsichere Anschlüsse.

Beim Ostsee-Sturmhochwasser im Oktober 2023 stieg der Pegel in Flensburg auf 2,27 m über Normalmittelwasser. In tiefliegenden Hafen- und Fördelagen sollte die Ableitung deshalb auch den Rückstau durch das Kanalnetz bedenken.

Häufige Fehler bei der Entwässerung

  • Zu wenig Gefälle: Wasser bleibt stehen, Schmutzränder entstehen.
  • Unterdimensionierte Rinne: Bei Starkregen läuft sie über.
  • Fallrohr ohne Anschluss: Wasser sammelt sich am Pfostenfuß und unterspült das Pflaster.
  • Fehlender Laubschutz: Im Herbst setzt sich die Rinne zu.
  • Undichter Wandanschluss: Wasser läuft hinter das Dach in die Fassade.

Wartung: was Sie selbst kontrollieren können

Schauen Sie nach dem Laubfall und nach Stürmen in die Rinne und lösen Sie Verstopfungen vom Boden aus. Spülen Sie Fallrohr und Rinne gelegentlich durch. Weitere Pflegehinweise bündelt der Ratgeber zur Reinigung der Überdachung.

Wer ein Glasdach plant, findet auf der Seite zur Glas-Terrassenüberdachung die passenden Systeme, bei denen Rinne und Fallrohr bereits im Randprofil sitzen.

Häufige Fragen zur Entwässerung der Terrassenüberdachung

Wie viel Gefälle braucht eine Terrassenüberdachung?

Systemgeber verlangen bei Stegplatten in der Regel mindestens 5° Neigung, damit Regen abläuft und Kondensat abtrocknet. Bei Glasdächern sind 5 bis 15° üblich. Zu flache Dächer führen zu stehendem Wasser und Schmutzrändern. Wir legen die Neigung im Aufmaß fest, abhängig von Wandhöhe und Wunschtiefe.

Wohin läuft das Regenwasser vom Terrassendach?

Das Wasser sammelt sich in einer integrierten Rinne und läuft über ein Fallrohr ab. Von dort geht es an die Grundstücksentwässerung oder in eine Versickerung. Welche Lösung zulässig ist, hängt vom Grundstück und den örtlichen Vorgaben ab. Wir legen den Anschluss bei der Planung fest und stimmen ihn mit Ihnen ab.

Kann das Fallrohr im Pfosten verschwinden?

Bei vielen Alu-Systemen ja. Das Fallrohr läuft dann im Pfosten und bleibt unsichtbar, was die Optik beruhigt. Voraussetzung ist ein passender Fußpunkt mit Anschluss an die Leitung im Boden. Bei Nachrüstungen ist ein sichtbares Fallrohr manchmal die einfachere Lösung. Beides funktioniert, wenn sauber geplant wird.

Was tun, wenn Wasser auf dem Dach stehen bleibt?

Prüfen Sie zuerst Rinne und Fallrohr auf Laub und Verstopfung. Bleibt die Pfütze trotzdem, ist meist das Gefälle zu gering oder die Konstruktion durchgesenkt. Dann hilft nur eine Nachmessung vor Ort. Warten Sie nicht lange: Stehendes Wasser belastet Dichtungen und Eindeckung, besonders bei Frost.

Braucht die Entwässerung eine Genehmigung?

Das Terrassendach selbst kann nach § 61 LBO SH verfahrensfrei sein, die Ableitung des Regenwassers bleibt trotzdem Ihre Sache. Örtliche Entwässerungssatzungen können Versickerung oder Einleitung regeln. Fragen Sie im Zweifel bei der Stadt Flensburg nach; wir klären die Frage vor dem Angebot mit Ihnen.

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